Ellbogengelenk - Der Tennisarm
Dr. Milan Toljan, Sportmedizinisches Institut Linz / Wien

Ursache

Als Tennisellbogen oder Tennisarm werden Schmerzen an der Außenseite ('Radialseite') des Ellbogens bezeichnet. Die lateinische Bezeichnung dafür lautet: Epicondylitis humeri radialis.

Interessant ist, dass ein derartiger Tennisellbogen häufiger bei Nichtsportlern auftritt, als bei Tennisspielern. Bei jungen Profi-Tennisspielern ist diese Verletzung praktisch überhaupt unbekannt.

Es handelt sich beim sogenannten 'Tennisellboge' um ein komplexes Krankheitsbild, dem eine Überlastung und chronische Entzündung der Sehnenursprünge am Ellbogen zugrunde liegt. Häufig gehen die Beschwerden ursprünglich auch von einer zu schwachen Schultergürtelmuskulatur aus, die dann durch Überbelastung der Unterarmmuskulatur kompensiert wird.

Wie schon zuvor gesagt, treten die Tennisellbogen-Beschwerden häufiger bei Freizeitsportlern, bzw. bei Nichtsportlern auf und sind bei Tennisspielern unter 30 Jahren praktisch unbekannt.

Auslöser

Als auslösende Ursache wird häufig beispielsweise längeres Schneeschaufeln oder ähnliche Tätigkeiten angegeben. Falls die Erkrankung tatsächlich beim Tennisspielen auftritt, ist oft ein schlecht bespannter Schläger, oder eine mangelhafte Rückhandtechnik als Ursache mit einzubeziehen.

Symptome

Beim Tennisellbogen (auch Tennisarm) finden sich umschriebene Druckschmerzen im Bereich der Muskelursprünge an der Ellbogenaußenseite. Der Händedruck ist schmerzhaft und auch das Strecken der Finger gegen Widerstand wird als schmerzhaft angegeben.

Tennisarm Therapie & Behandlung in Linz & Wien

Die Behandlung des Tennissarms bzw. Tennisellbogen ist zunächst konservativ. Sie besteht im Akutstadium in lokaler Kältetherapie, eventuell Infiltrationen und zusätzlich Laserbehandlungen und Strombehandlung. Auch die Stoßwellenbehandlung (Swiss Dolor Clast) hat sich in vielen Fällen als sehr effektiv erwiesen!

Da zusätzlich Verkürzungen bzw. Verspannungen der betroffenen Muskelgruppen vorliegen, wird in unserem Institut zusätzlich Heilgymnastik von Anfang an in das Therapiekonzept mit einbezogen.

In manchen Fällen erweist sich der Tennisellbogen als therapieresistent. Bei länger bestehenden Beschwerden (d.h. länger als 6 Monate) sollte man eine operative Behandlung ins Auge fassen.

Die Ergebnisse der operativen Behandlung sind sehr zufrieden stellend. Nach einer Ruhigstellung bis zur Wundheilung wird rasch mit Physiotherapie zur Muskelkräftigung begonnen. Sportliche Belastung ist frühestens 8 Wochen nach einer derartigen Operation möglich.

 

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