Morbus Osgood Schlatter Behandlung und Therapie in Linz oder Wien
Dr. Milan Toljan, Sportmedizinisches Institut Linz / Wien

Wenn Kinder im Wachstumsalter über eine schmerzhafte Stelle an der Vorderseite des Knies, meist unterhalb der Kniescheibe klagen, dann handelt es sich um einen so genannten „Morbus Osgood Schlatter“.

Diagnostiziert wird diese Erkrankung durch eine klinische Untersuchung:

  1. Der Druck auf den Ansatz des Kniescheibenbandes (Ligamentum patellae) ist schmerzhaft und es besteht hier eine Schwellung, bzw. Vorwölbung und auch eine Überwärmung.
  2. Komplettiert wird die Diagnose durch eine simple Röntgenuntersuchung. In der seitlichen Aufnahme des Kniegelenks sieht man an der Wachstumsfuge (Tuberositas tibiae) knöcherne Veränderungen.

Wie entsteht eine derartige Erkrankung?

Beim Morbus Osgood Schlatter handelt es sich um eine typische Erkrankung des Wachstumsalters. Die Beschwerden beginnen meist um das 13. Lebensjahr und können bis zum Abschluss des Wachstums immer wieder auftreten. Betroffen sind meist Kinder, die viel Sport betreiben, sehr häufig junge Fußballspieler oder Leichtathleten.

Im Wachstumsalter kommt es immer wieder zu Phasen in denen der Knochen schneller wächst, als die an ihm anhaftende Sehne. Wenn die Sehne nicht schnell genug mitwächst, übt sie einen Zug auf die Wachstumsfuge aus und es kommt zu den angegebenen Beschwerden.

Wie behandelt man den Morbus Osgood Schlatter?

Viele Eltern sind beunruhigt, wenn sie von einer „Wachstumsstörung“ hören und möchten, dass ihr Kind am besten mit jedem Sport aufhört. Dies ist aber nicht der richtige Weg. Gelegentlich werden die Beschwerden des Morbus Osgood Schlatter immer noch mit Ruhigstellung im Gipsverband und Sportverbot behandelt. Durch derartige Maßnahmen kommt es jedoch erwiesenermaßen nicht zu einer schnelleren Heilung.

Gerade beim Morbus Osgood Schlatter ist es wichtig, dass Eltern und Kinder Bescheid wissen, wodurch die Beschwerden hervorgerufen werden, insbesondere auch, dass diese Symptome bis zum Abschluss des Wachstums immer wieder auftreten können, und dass sie, wie man in der Medizin sagt „selbst limitierend“ sind, das heißt, der Morbus Osgood Schlatter verschwindet mit Ende des Wachstums auf jeden Fall und zwar so, dass er keinerlei funktionelle Einschränkungen hinterlässt. Als Erinnerung an dieses schnelle Wachstum verbleibt eine etwas vorspringende Stelle an der Knievorderseite, die in den allermeisten Fällen keinerlei Beschwerden verursacht.

Wir empfehlen bei Morbus Osgood Schlatter als Therapie immer eine konservative Behandlung, einerseits die Bekämpfung des akuten Schmerzes mit Laserbehandlungen, Iontophorese und Strom, andererseits auch die Dehnung der verkürzten Sehne und spezielle Tapeverbände. Das sportliche Training sollte keinesfalls vollständig unterbrochen werden, sondern nur in der Intensität reduziert werden.

Späteren sportlichen Höchstleistungen steht der Morbus Schlatter jedoch nicht im Wege, wie auch das Beispiel Hermann Maier beweist: Der erfolgreiche Schirennläufer litt in seiner Jugend ebenfalls an Morbus Osgood Schlatter.

 

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